Die Sonnenstrahlen suchen sich ihren Weg durch das dichte Grün des Dschungels. Sie erreichen die großen Steinblöcke der majestätischen Ruinen der alten Mayastadt Calakmul. Über uns schwingen Brüllaffen durch die Baumkronen. An diesem magischen Ort herrscht eine ganz eigene Atmosphäre. Wir fühlen uns als würden wir diesen Ort gerade erst entdecken – ein bisschen wie Indianer Jones! Die Ausgrabungsstätte hat etwas Mystisches und Atemberaubendes.
Früh am morgen beginnt unser Tag und wir passieren das Tor der Archäologischen Zone Calakmul passend zur Öffnung um 8:00 Uhr. Ab hier führt uns eine Straße 1,5 h durch den dichten Dschungel. Der Weg ist eine Sackgasse mit dem Ziel der alten Mayastadt. Glücklicherweise wurde die Straße vor kurzem neu asphaltiert, was die Fahrt deutlich angenehmer macht wie zuvor erwartet.
Unterwegs heißt es Augen offenhalten. Hier leben eine Vielzahl von Tieren wie Jaguare, Nasenbären, Brüllaffen und Tapire. Mit etwas Glück bekommt man sie zu Gesicht. Früh morgens ist hierfür natürlich die beste Tageszeit. Bei uns waren es Nasenbären, die munter die Straße überquert haben.

Am Ziel angekommen erwartet uns ein großer Parkplatz der ebenfalls recht neu erscheint. Vermutlich wird Calakmul nicht mehr ewig ein Geheimtipp bleiben. Wir passieren das Eingangstor und begeben uns auf einen Rundweg durch das Gebiet. Es ist generell sehr weitläufig mit einer Vielzahl an verschieden Ruinen. Drei verschiedene Rundwege werden angeboten mit unterschiedlicher Länge. Wir entscheiden uns für den mittleren Weg mit einer Länge von ca. 3 Stunden. Er führt über breite Trampelpfade durch den Dschungel vorbei an den wichtigsten Mayatempeln. Unterwegs entdecken wir eine Vielzahl an Eidechsen und Leguanen. Außerdem schwingt ein Brüllaffe durch die Baumkronen.
Wir erreichen das größte Bauwerk, die Maya-Ruine Estructura II. Sie ist beeindruckend mit einer Höhe von über 50 m. Wir erklimmen sie und es bietet sich eine atemberaubende Aussicht über den Dschungel und auf die umliegenden Ruinen wie die Estructura I, der Zentrale Plaza und die Estructura VII. Einfach Wahnsinn!
Völlig verblüfft von diesem einzigartigen Erlebnis in Calakmul begeben wir uns auf den Heimweg. Ziel ist heute unsere luxuriöse Unterkunft in Kohunlich. Die haben wir uns gegönnt, da es was zu feiern gibt. Neben den eindrucksvollen Erinnerungen dieses besonderen Ortes bleibt auch ein „Ja“ was wir nie wieder vergessen werden!
Shorttips
Beste Reisezeit:
Trockenzeit von November bis April/Mai
Eintrittspreis:
7,50 € Eingang Arch. Zone Calakmul (Gate 1) und 3,87 € Eingang Ruinen.
Anreise:
Als Tagestrip (Mietwagen oder auch als Tour möglich)
von Bacalar: 3:45 Std. oneway
von Campeche: 4:45 Std. oneway
von Xpujil: 2:15 Std. oneway
Übernachtung:
In der Nähe der Zufahrt zu den Ruinen Calakmul z.B. in Conhuas. Wir haben in einer Blockhütte in Nuevo Conhuas geschlafen. Gute Unterkunft mit leckerem und günstigen Restaurant. Hier der Link zu dieser Unterkunft.
Einzelkabine 7 – Blockhütten zur Miete in Conhuas, Campeche, Mexiko – Airbnb
Empfehlung: Wenn man zelten möchte, gibt es auf der Zufahrtstraße einen Campingplatz. Somit ist es sogar möglich passend zur Öffnung um 8:00 Uhr an den Ruinen sein.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Camping-Tipp:
Wenn ihr zelten möchtet, befindet sich direkt an der Zufahrtsstraße ein Campingplatz. So könnt ihr pünktlich zur Öffnung um 8:00 Uhr bei den Ruinen sein.
Früh starten lohnt sich!
Am frühen Morgen ist es deutlich ruhiger und die Chancen stehen besser, Tiere zu sehen.
Ausreichend Wasser mitnehmen!
Die Wege sind lang und es gibt vor Ort kaum Versorgungsmöglichkeiten.
Eine Übernachtung in der Nähe einplanen!
In der Umgebung gibt es noch viel mehr zu entdecken, zum Beispiel:
- die Fledermaushöhle Volcán de los Murciélagos
- weitere Maya-Ausgrabungsstätten wie Becán oder Balamkú
- das beeindruckende Biosphärenreservat Calakmul Biosphere Reserve, das zu Wanderungen einlädt
Gutes Schuhwerk ist wichtig!
Die Wege sind weit, oft uneben und meist einfache Trampelpfade.


Schreibe einen Kommentar