Diese Cenote hat uns echt umgehauen und war eines der absoluten Highlights unserer Mexikoreise! Sie ist keine der Top-Cenoten, die man in jedem Reiseführer findet, sondern ein echter Insidertipp. Erfahren haben wir von ihr durch eigene Recherche im Internet und sind somit komplett unvoreingenommen an die Sache herangegangen. Aber auf das, was uns dort erwartete, waren wir nicht vorbereitet!

Was genau sind Cenoten?

Cenoten sind natürliche Süßwasserhöhlen, die vor allem auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko zu finden sind. Sie entstanden durch den Einsturz von Kalkstein. Ihr kristallklares, oft türkisfarbenes Wasser macht sie zu faszinierenden Orten zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen. Viele dieser unterirdischen Pools waren bereits für die Maya von großer spiritueller Bedeutung und dienten als Wasserquelle sowie als heilige Stätten für Rituale. Heute bieten Cenoten Reisenden eine einzigartige Mischung aus Naturerlebnis, Geschichte und Abenteuer – ein erfrischender Kontrast zur tropischen Hitze der Region.

Warum die Cenote Choj Ha so besonders ist!

Die Cenote Choj Ha hebt sich deutlich von den typischen, offenen Cenoten rund um Tulum ab. Statt eines großen, nach oben offenen Naturpools erwartete uns hier eine geschlossene Höhle, die eine fast mystische Atmosphäre erzeugt. Beim Hinabsteigen fühlte es sich an, als würde man in eine verborgene Unterwelt eintauchen, geprägt von beeindruckenden Felsformationen wie Stalaktiten und Stalagmiten. Fledermäuse flattern hier natürlich auch fröhlich durch die Gegend.

Zudem ist die Cenote deutlich weniger überlaufen als bekannte Orte wie die Gran Cenote, was den Besuch ruhiger und intensiver macht. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, sodass man beim Schwimmen oft das Gefühl hat, schwerelos im Raum zu schweben.

Durch die Kombination aus Baden, Schnorcheln und dem Erkunden kleiner Höhlenbereiche entsteht ein echtes Abenteuergefühl. Genau diese Mischung aus Ruhe, natürlicher Schönheit und leichtem Entdeckercharakter macht die Cenote Choj Ha zu einem besonderen Erlebnis.

Anreise zur Cenote Choj Ha

Die Cenote liegt östlich von Valladolid und ist sowohl von dort aus als auch von Cancún oder Tulum sehr gut zu erreichen. Sie eignet sich zudem perfekt als Zwischenstopp, da sie in der Nähe der Hauptstrecke zwischen Cancún und Valladolid liegt. Wir selbst haben sie als Zwischenstopp auf unserer Fahrt von Tulum nach Holbox besucht – zwar mit einem kleinen 20-minütigen Umweg, der sich aber mehr als lohnt.

Um zur Cenote Choj Ha zu gelangen, muss man den Highway 180D verlassen und auf den Highway 180 wechseln. Anschließend biegt man auf eine kleine geschotterte Zufahrt ab, die etwa 1 km bis zur Cenote in den Dschungel führt. Am Highway steht ein kleines Schild, das den Weg zur Cenote kennzeichnet. Dieser etwas holprige Weg lässt sich gut bewältigen, und es sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Vor Ort

Die Cenote wird von Privatpersonen geführt. Es sind genügend Umkleiden und Duschen vorhanden. Gezahlt wird bei den Anwohnern, die eine kleine „Kasse“ aufgebaut haben. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, hieß es für uns: umziehen und unter die Dusche. Es ist Pflicht, sich vor jedem Besuch einer Cenote abzuduschen. Sonnencreme und Insektenschutzmittel sind strengstens verboten, da sie das Wasser verunreinigen.

Nach ungefähr 100 m erreicht man den Eingang zur Cenote. Ja, richtig gehört – es geht hinein in eine Höhle! Nach dem Abstieg über eine Treppe gelangt man unten zum Wasser. Dort findet man auch eine Bank, auf der man seine Sachen ablegen kann. Dann heißt es: ab ins Wasser! Es sind keine Liegemöglichkeiten oder Ähnliches vorhanden. Zum langen Verweilen außerhalb des Wassers lädt die Cenote also nicht ein, was wir aber nicht weiter schlimm fanden.

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