1. Landmannalaugar

Eines unserer absoluten Highlights in Island war Landmannalaugar. Dieses Gebiet liegt im Hochland Islands und beeindruckt mit bunten Rhyolithbergen, heißen Quellen und weiten Lavafeldern. Die raue Landschaft wirkt surreal, besonders bei wechselndem Licht und Nebel. Teilweise hat man das Gefühl auf einem anderen Planeten zu sein. Die Landschaft lädt zu Wanderungen ein. Die Wege führen über schwarze Lava und vorbei an dampfenden Quellen. Das macht Landmannalaugar zu einem der eindrucksvollsten Naturgebiete Islands. Nach einer langen Wanderung bietet ein Bad in den heißen Quellen eine perfekte Möglichkeit, die Stille und Wildnis der Umgebung zu genießen.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Anfahrt: Alleine die Anfahrt ist ein Highlight durch die unberührte Natur Islands. Da man durch Lavafelder fährt und Flüsse durchkreuzt empfehlen wir auf jeden Fall einen SUV mit Allradantrieb. Wir hatten einen Toyota RAV 4 und sind damit super klar gekommen.
Übernachten: Es sind Möglichkeiten zum übernachten vorhanden (Camping). Diese sind allerdings begrenzt und müssen vorab reserviert werden. Vor allem in der Hauptsaison im Juli und August! Landmannalaugar ist aber auch gut als Tagestour möglich. So haben wir es auch gemacht.
2. Halbinsel Snaefellsnes

Ein weiteres Highlight auf unserer Reise war die Halbinsel Snaefellsnes. Diese wird gerne „Island im Kleinformat“ genannt. Hier treffen schwarze Strände, Klippen, Lavafelder, Wasserfälle und kleine Fischerdörfer aufeinander. Über allem erhebt sich der berühmte Vulkan und Gletscher Snaefellsjökull, der schon Jules Verne zu seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ inspirierte. Besonders beeindruckend sind die Küsten bei Arnarstapi, der Berg Kirkjufell und die einsamen Straßen entlang des Atlantiks. Auf Snaefellsnes ist es ruhiger und ursprünglicher als der Süden Islands und hierher verirren sich deutlich weniger Touristen. Die Halbinsel lädt auch hervorragend für einen Ausritt mit einem Islandpferd ein. Auch wir haben das gemacht und waren begeistert!
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Mindestens 2 Tage einplanen Es gibt hier einiges zu entdecken.
Das Wetter ist hier extrem wechselhaft Du kannst innerhalb von 30 Minuten von Sonne bis Regen alles haben.
Auch die Straße 54 fahren Viele bleiben auf der Hauptstraße 56. Die 54 führt durch das Herz der Halbinsel.
3. Jökulsárlón & Diamond Beach

Diese Gletscherlagune und der nicht weit entfernte Diamond Beach sind bei weitem kein Geheimtipp mehr. Trotzdem gehören sie ganz klar in unsere Top 10! Beide Orte wirken als hätte jemand bei der Gestaltung übertrieben. Schon die Fahrt entlang der Ringstraße vorbei an endlosen Lavafeldern, moosbedeckten Hügeln und Wasserfällen ist einfach genial. Auf einmal tauchen riesige Eisberge neben der Straße auf. Im türkisblauen Gletschersee treiben sie lautlos Richtung Meer. Manche leuchten strahlend weiß und andere schimmern tiefblau wie gefrorenes Glas. Dazwischen schwimmen oft Robben, die neugierig zwischen den Eisschollen auftauchen.
Nicht weit entfernt liegt einer der spektakulärsten Strände Islands. Am Diamond Beach werden die Eisberge aus der Lagune vom Atlantik wieder an Land gespült. Auf dem tiefschwarzen Vulkansand sehen die Eisschollen tatsächlich wie riesige Diamanten aus. Ein unglaublicher Anblick!
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Früh morgens oder nachts kommen (sonst sehr überlaufen) zwischen 6-9 Uhr oder nach 20 Uhr ist es am ruhigsten
Nicht nur am Hauptparkplatz bleiben Die meisten Touristen laufen nur wenige Meter vom Parkplatz. Wenn du links am Ufer entlanggehst, findest du ruhigere Spots mit besseren Perspektiven.
Robben beobachten Direkt an der kleinen Brücke zwischen Lagune und Meer sieht man oft Robben beim jagen. Wir haben welche direkt vor dem Diamond Beach gesehen.
Zodiac-Boot statt Amphibienbott Die Amphibienboote sind zwar günstiger, aber langsam und voller Menschen. Die Zodiac-Touren bringen dich viel näher an die Eisberge heran – deutlich intensiveres Erlebnis.
Beste Fotos am Diamond Beach kurz nach Sonnenaufgang Wenn das Licht durch das Eis scheint.
4. Haukadalur

Mitten im Süden von Island liegt ein Ort, an dem die Erde kocht, dampft und plötzlich explodiert – das Geothermalgebiet Haukadalur. Schon bevor man den Parkplatz erreicht, steigt Schwefelgeruch in die Luft. Überall dampft der Boden, Wasser blubbert aus kleinen Quellen und der Wind trägt heiße Nebelschwaden über die Landschaft.
Neben der großartigen Landschaft gibt es hier weitere Highlights. Haukadalur ist nämlich bekannt für die Geysire. Vor allem für ihren berühmtesten namens Strokkur, hier erfolgt die Eruption alle paar Minuten. Zuerst beginnt die Oberfläche an zu beben, das Wasser zieht sich nach unten und bildet eine riesige blaue Blase, am Ende schießt eine kochend heiße Fontäne 20 – 30 Meter in die Luft. Das Ausmaß ist immer unterschiedlich und so fesselnd das man immer auf den nächsten Ausbruch warten möchte.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Gehe nicht nur zum Strokkur Die meisten gehen direkt zum Strokkur. Nimm dir mehr Zeit und erkunde auch die umliegende Landschaft, denn das Tal ist voller kleiner geothermal Wunder.
Früh morgens kommen Wenn du vor 9 Uhr kommst bist du den Touristenbussen einen Schritt voraus. Vor Allem wenn du in Ruhe und ohne großen Menschenmassen den Strokkur erleben willst.
5. Die Felsenschlucht Fjadrargljufur

Diese beeindruckende Schlucht befindet sich im Süden Islands. Kurz vor dem Ort Kirkjubæjarklaustur zweigt von der Ringstraße eine Schotterstraße die „F206 Richtung Laki“ ab. Die Schlucht erstreckt sich über etwa 2 Kilometer und ihre Wände fallen bis zu 100 Meter steil ab. Fjadrargljufur zählt für uns zu den schönsten Aussichtspunkten Islands. Bereits nach einem kurzen, einfachen Spaziergang eröffnet sich ein beeindruckender Blick in die tiefe Felsschlucht mit ihren steilen, moosbewachsenen Wänden. Besonders die Kombination aus markanten Felsformationen, dem kleinen Fluss im Tal und der wilden Landschaft macht diesen Ort einzigartig. Ein traumhafter Foto Spot und definitiv ein Highlight, das man auf Island nicht verpassen sollte!
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Wege einhalten bitte nicht über die Kanten laufen um Flora & Fauna zu schützen.
Sperrungen möglich vor Ort die Schilder beachten, teilweise Sperrungen für die Naturregeneration.
Weiter oben laufen nach ein paar Minuten Fußweg gibt es ruhigere Plätze ohne viele Menschenmengen.
6. Thjorsardalur-Tal

Das Thjorsardalur-Tal hat uns völlig überrascht. Umgeben von grünen Hügeln, wilden Flüssen und zahlreichen Wasserfällen wirkt die Landschaft fast mystisch und deutlich ruhiger als viele andere Orte auf Island. Bereits die Fahrt durch das Tal ist beeindruckend.
Auch die kleinen Wanderwege entlang der Schluchten und Wasserfälle sind besonders eindrucksvoll. Sie führen mitten hinein in eine Landschaft, die sich ständig verändert und immer wieder neue Perspektiven eröffnet. Wir waren die einzigen Besucher und hatten diesen wundervollen Ort für uns allein. Nur die Natur, das Rauschen des Wassers und diese unglaubliche Stille. Solche besonderen Plätze machen unsere Reisen unvergesslich!
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Zeit plant genug Zeit & Stopps ein und fahrt nicht einfach nur durch das Tal.
Spontane Stopps überall im Tal verstecken sich kleine Wasserfälle, Flüsse und wunderschöne Ausblicke. Lasst euch einfach treiben.
Festes Schuhwerk für die teils steilen und unebenen Wege.
7. Reynisfjara: Schwarzer Strand

Reynisfjara Beach zählt zu den berühmtesten schwarzen Sandstränden Islands. Er befindet sich an der Südküste Islands in der Nähe des Ortes Vík í Mýrdal. Der Strand entstand durch vulkanische Aktivitäten und zeichnet sich durch schwarzen Sand, imposante Basaltsäulen und eine eindrucksvolle Küstenlandschaft aus. Diese einzigartigen Merkmale verleihen ihm nicht nur eine beeindruckende Schönheit, sondern machen ihn auch zu einem gefährlichen Ort!
Die direkt am Strand gelegene Höhle Hálsanefshellir ist ein beeindruckendes Naturwunder. Ein Besuch ist jedoch sehr riskant. Durch plötzliche, starke Wellen und schnell steigendes Wasser kann die Höhle jederzeit überfluten.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Abstand halten mindestens 30-50meter zur Wasserkante denn die Wellen können weit an Land ziehen und der Sog zieht einen ins Meer.
Wetter checken bei Sturm ist es sehr gefährlich.
Dyrhólaey ideal um Papageitaucher zu beobachten. Große Brutkolonie im Sommer ca. Mai–August.
8. Reykjadalur Thermal River

Reykjadalur Hot Spring Thermal River liegt etwa 45 Minuten von Reykjavík entfernt und gehört zu den schönsten natürlichen Hot-Spring-Erlebnissen Islands. Nach einer ca. 40–60 minütigen Wanderung durch dampfende Hügel, blubbernde Quellen und grüne Täler erreicht man einen natürlich heißen Fluss mitten in der wilden Landschaft. Während kühle Bergluft durch das Tal zieht, steigt dichter Dampf aus dem Wasser auf. Dieser verleiht der Umgebung eine fast mystische Atmosphäre.
Entlang der Holzplattformen befinden sich die Stellen, an denen der Fluss angenehm warm genug zum Baden ist. Dabei gibt es unterschiedliche Temperaturzonen. Weiter oben ist das Wasser heißer und weiter unten angenehm warm. Am besten folgt man den Holzstegen noch ein Stück weiter talaufwärts dort wird es deutlich ruhiger und das Badeerlebnis wird noch intensiver.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Durchschnittliche Fitness der Weg ist gut sichtbar aber teilweise steil und bei Regen auch glatt. Dauer ca. 45-60Minuten bergauf und bergab.
Wasserdichte Taschen lohnen sich bei Damp und Regen.
Badeschuhe sind angenehmer auf dem steinigen Untergrund.
9. Höhlensystem Surtshellir

Surtshellir Lava Cave ist eines der längsten und bekanntesten Lava-Höhlensysteme Islands. Es entstand vor rund 1.000 Jahren bei einem gewaltigen Vulkanausbruch im Hallmundarhraun-Lavafeld und zieht sich mehrere Kilometer durch die erstarrte Lava. Dieser Ort fühlt sich an, als würde man in eine andere Welt hinabsteigen. Schon der Weg durch das abgelegene Lavafeld von Hallmundarhraun wirkt rau und urzeitlich. Schwarze, erstarrte Lavaströme so weit das Auge reicht. Dazwischen Moosinseln und absolute Stille.
Der Eingang zur Höhle öffnet sich plötzlich im Gestein. Sobald man eintritt, verschwinden Licht und die Geräusche. Die langen und dunklen Tunnel, bizarre Felsformationen und natürliche Kammern machen Surtshellir zu einem echten Abenteuer unter der Erde.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Stirnlampe oder Taschenlampe ohne geht es nicht. Die Höhlen sind viel zu dunkel.
Warme Kleidung tragen es wird in der Höhle ist es deutlich kälter.
Erfahrener Guide für die tieferen Bereiche.
10. Walbeobachtung Husavik

Húsavík gilt als die „Walhauptstadt Europas“ und das völlig zurecht. Eingepackt in warme Schwimmoveralls trotzen wir Wind und Kälte, während unser Guide mit spannenden Geschichten und vielen Infos über die Tierwelt Islands für beste Stimmung sorgte. Die Kulisse aus schneebedeckten Bergen, ruhigem Meer und dem weitem Horizont macht die Tour bereits zu einem echten Naturerlebnis. Bereits nach kurzer Fahrt in der geschützten Skjálfandi-Bucht hatten wir das Glück auf Buckelwale zu stoßen.
Die Ruhe des Meeres, das plötzlich auftauchende Blasenmeer und die Nähe zu den Walen machten die Tour zu einem sehr besonderen Erlebnis unserer Reise.
Unsere Abseitszuzweit-Tipps:
Warm anziehen Mütze, Handschuhe, Schal – auch im Sommer!
Geduld die Natur folgt keinem Zeitplan!
Den Moment genießen auch ohne Kamera.
Rechtzeitig buchen, gerade in der Hochsaison sind die Touren schnell ausgebucht
Blog
Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den Blog und präsentiert eine Vielzahl von Artikeln, Einblicken und Ressourcen, um Leser zu informieren und zu inspirieren.
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